Rechtsberatung Beratungshilfe - Prozesskostenhilfe

  Recht: Justitia Direct www.e-juristen.de  

Wenn das Einkommen nicht reicht hilft der Staat -

 Sie wollen direkt zum Rechtsrat online per eMail?
 Klicken Sie bitte hier > Rechtsberatung online < und Sie gelangen direkt zu Ihren Informationen  
............................................................................
 
  Sie telefonieren lieber und sprechen sofort mit einem Rechtsanwalt?     
  Kein Problem! Einfach anrufen, täglich - auch SA + SO > Telefonische Rechtsauskunft
..............................................................................
 
 

 

  Fragestellung: RVG - Beratungshilfe - Prozesskostenhilfe bei Scheidung -
  Datum: Januar 2006 - Ort: Potsdam
Frage:
  .

Vor einem Jahr nahm ich mir einen Anwalt, um die Scheidung in die Wege zu leiten.

Weil ich ein geringes Einkommen habe, beantragte ich Rechtsbeihilfe wegen den Anwaltskosten, die mir auch bewilligt wurde.

Wir handelten mit der Gegenseite in vier Sitzungen eine Scheidungsfolgenvereinbarung aus.

Kurze Zeit danach erhielt ich Geld von meinem Mann und aber auch gleich eine Rechnung vo meinem Rechtsanwalt für seine Tätigkeit in Höhe von 1000 Euro.

Hab ich das mit dem Rechtsbeistand falsch verstanden?

............... jusdi102
Antwort:
.
Es gibt zwei Arten einen Anwalt zu finanzieren, wenn der Betreffende nicht selbst in der Lage ist, für die Kosten aufzukommen.

Um welche es sich in Ihrem Fall gehandelt hat, ergibt sich leider nicht klar aus Ihrer Anfrage. Deshalb gehe ich auf beide ein.

Geht es zunächst oder ausschließlich um außergerichtlichen Rechtsbeistand, so können die Kosten über die Beratungshilfe abgewickelt werden.

Bei der Beratungshilfe kann der Anwalt vom Mandanten selbst maximal 10,- € erheben. Die restlichen Gebühren werden aus der Staatskasse gezahlt.

Dies gilt für die Beratung, die Führung außergerichtlichen Schriftwechsels einschließlich einer eventuellen Einigung mit der Gegenseite.

Handelt es sich um eine Angelegenheit, die gerichtlich ausgetragen wird oder ausgetragen werden soll, besteht die Möglichkeit, dieses über die Prozeßkostenhilfe zu finanzieren.

Hier kann der Anwalt selbst vom Mandanten keine separate Zahlung verlangen. Er erhält seine Gebühren aus der Staatskasse.

Im Rahmen der bewilligten Finanzierungshilfe besteht also maximal bei der Beratungshilfe die Möglichkeit, 10,- € vom Mandanten zu fordern.

Im übrigen sind alle Kosten aus der Staatskasse gedeckt.

Etwas Anderes kann nur gelten, wenn zwischen Anwalt und Mandant z.B. eine Vereinbarung dahingehend besteht, daß sich der Mandant verpflicht, die Differenz zwischen der aufgrund Beratungs- oder Prozeßkostenhilfe und der normalen gesetzlichen Gebühr zu zahlen oder wenn es sich um eine Angelegenheit handelt die nicht vom "Thema" der Finanzierungsbewilligung umfaßt ist.

So heißt z.B. die Bewilligung von Hilfe für die Scheidung selbst nicht auch automatisch, daß andere Themen, wie z.B. Unterhalt o.ä. umfaßt sind.

Wurde also z.B. ein reiner Scheidungsantrag eingereicht und hierfür PKH bewilligt, so muß bei dem Auftreten von Unterhalts- oder Zugewinnstreitigkeiten ein erneuter PKH-Antrag gestellt werden.

Diesbezüglich sollten Sie nochmals in Ihren Unterlagen nachschauen, was Ihr Anwalt konkret in welchem Verfahren beantragt hat und vergleichen Sie ob z.B. die von Ihnen erwähnte Scheidungsfolgenvereinbarung hiervon mit umfaßt ist.

Sollte dies der Fall sein, darf er von Ihnen nicht zusätzlich zur bewilligten Hilfe Geld fordern. 

 

...................
  Empfehlungen - Lesetipps -
Machen Sie uns Ihre Seite mit zum Thema passenden Inhalt bekannt!

Rechtsanwälte beraten Sie sofort

   
 

Übersichten: Arbeitsrecht | Familienrecht | Erbrecht | Mietrecht | | Scheidungsrecht - Strafrecht - Verkehrsrecht - Wettbewerbsrecht etc |

| nach oben |
..............................................................................
Thema: RVG - Rechtsanwaltsvergütungsgesetz - Beratungshilfe - Prozesskostenhilfe - "Armenrecht"  -  @

Copyright: JD - Saarbrücken (Saarland)