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Arbeitnehmer: Die zeitweise Überlassung -

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  Fragestellung: Können Handwerker stundenweise an Kunden "vermietet" werden?
  Datum: Februar 2006 - Ort: Nürnberg -
Frage:
   

Kann man z. B. Handwerker stundenweise an Kunden vermitteln, wobei der Handwerker für diese Zeit Angestellter oder  freier Mitarbeiter des Kunden ist, also der Arbeitgeber im Stundentakt wechselt ?

............... jusdi102
Antwort:
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Leiharbeit liegt immer dann vor, wenn der Arbeitnehmer die Arbeitsleistung nicht im Arbeitgeberbetrieb erbringt. Es wird dabei unterschieden zwishen der echten Leiharbeit und der Arbeitnehmer überlassung.

Echte Leiharbeit liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer, der seinen Arbeitsplatz im Betrieb des Arbeitgebers hat, vorübergehend in einen anderen Betrieb abgeordnet wird. In diesem Fall ändert sich an den Arbeitsbedingungen im übrigen nichts. Dieses ist also recht problemlos möglich.

Eine Arbeitnehmerüberlassung liegt vor, wenn zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer von vorneherein vereinbart wird, daß nur in Betrieben anderer Arbeitgeber bearbeitet werden soll.

Das entspricht wohl eher der von Ihnen geplanten Variante.

Diese Form der Arbeitnehmerüberlassung ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) erfüllt sind.

Dazu muß der Verleiher Inhaber einer entsprechenden Erlaubnis der Arbeitsverwaltung sein. Diese Erlaubnis erhält nur derjenige, der die erforderliche Zuverlässigkeit besitzt und die üblichen Arbeitgeberpflichten ordnungsgemäß erfüllen kann.

Zwischen Verleiher und dem Arbeitnehmer muß ein Arbeitsvertrag bestehen (was gemäß Ihrer Schilderung wohl nicht geplant ist).

Besteht kein Arbeitsvertrag, liegt eine Arbeitsvermittlung vor, die nur bestimmten Stellen, wie z.B. der Arbeitsagentur vorbehalten ist.

Der Arbeitsvertrag muß bestimmten Mindestanforderungen genügen. Diese müssen hier nicht näher beleuchtet werden, da ja keiner beabsichtigt ist.

Die Überlassung an einen einzelnen Betrieb darf 12 Monate nicht überschreiten.

Im Bausektor ist die Arbeitnehmerüberlassung gem. § 1 b AÜG verboten.

Wird gegen diese Bestimmungen verstoßen, können sich Ver- und Entleiher strafbar machen.

Darüberhinaus entsteht in solchen Fällen gem. § 10 Abs. 1 Satz 1 AÜG ein Arbeitsverhältnis mit dem Entleiher, was sicher nicht wirklich beabsichtigt ist.

 

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Thema: Arbeitsrecht - Scheinselbständigkeit - Verleih von Arbeitnehmern - Leiharbeit - Leiharbeiter -  @

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