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Sie sind mit dem
Einverständnis Ihres Vermieters mit Hund und Katze ins Haus
eingezogen. Es kann also eine Zustimmung des Vermieters angenommen
werden.
Eine solche
Einwilligung kann der Vermieter aber auch wieder widerrufen.
Das ist immer
dann der Fall, wenn ein Tier zum Problem für andere Hausbewohner
wird oder droht zu werden.
Das kann der
Fall sein, wenn ein Hund plötzlich aggressiv wird, das Haus oder
zum Haus gehöriges nachhaltig verschmutzt usw, usw, usw.
Es kann auch ein
Widerruf stattfinden, wenn ein Tier so viel Lärm macht, dass
dadurch die anderen Bewohner nachhaltig in ihrer Ruhe gestört
sind.
Das scheint ja
bei Ihnen der Fall zu sein, weil die dunkle, kräftige Stimme
Ihres Hundes im ganzen Haus zu hören ist.
Ob dies jedoch
ein ausreichender Grund ist, ausgerechnet von Ihnen zu verlangen,
dass Sie Ihren Hund abschaffen erscheint mir mehr als fraglich.
Ich würde die Frage verneinen.
Es ist zu
beachten: Was ist Ursache, was ist Wirkung. Hunde sind nun einmal
Rudeltiere und fängt einer an zu "sprechen", sprechen
die anderen mit. Das ist ganz normales Verhalten und es stellt
sich hier die Frage, welcher Hund im Haus die Kommunikation
beginnt. Das scheint ja der kleine Hund der neuen
Mitbewohnerin zu sein.
Mithin hat die
Besitzerin so etwas wie eine Hauptschuld, weil sie anscheinend
nicht in der Lage ist, derart auf ihren Hund Einfluss zu nehmen,
dass, wenn er einmal angefangen hat zu bellen, er auch wieder
aufhört und es dann auch lässt.
Nur weil Ihr
Hund der lauteste, weil grösste ist, kann ihr Vermieter nicht
ausgerechnet von Ihnen verlangen, dass Sie eine von vielen
Lärmquellen abschaffen.
Ich sehe für
ein solches Verlangen in diesem Fall keine Rechtsgrundlage.
Aus Erfahrung
weiss ich und auch die sonstigen bei der Anwaltshotline
angeschlossenen Rechtsanwälte derartige relativ harmlose
Reibereien oft der Anfang für Streitereien sind, die bis zum
Schlimmsten gehen können.
Sie sollten also
versuchen mit Ihrem Vermieter zu reden, möglicherweise kennt er
die wahre Situation nicht, hat nur ein oder zwei Statements
gehört und hat ein völlig falsches Bild. Bitten Sie ihn, auf die
alte Dame derart Einfluss zu nehmen, dass ihr Hund sich in Zukunft
etwas weniger "hysterisch" verhält.
Die haben ja ein
gutes Argument. Vor dem Einzug der alten Dame ins Wohnhaus ist es
ja auch jahrelang gutgegangen und es kam zu keinerlei Beschwerden.
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