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Wir
suchten schon längere Zeit ein Haus mit
einem grossen Grundstück. Der Grund: ich
habe ein Pferd, mein Mann interessiert
sich mittlerweile auch für Pferde,
sodass wir beschlossen ein zweites Pferd
dazuzukaufen. Mein
Pferd stand bei einem Reitverein. Die
Unterstellung kostet mich jeden Monat 250
Euro. Mit einem zweiten Pferd wären das
dann 500 Euro im Monat. Viel Geld. Wir
haben am Wochenende die Zeitungen
durchforstet und einen 300 Jahre alten
fast fertig renovierten Bauernhof
gefunden. Den haben wir uns angesehen.
Der Wohnbereich war völlig renoviert. Wir
haben dem Verkäufer deshalb sofort
zugesagt. Diese
meinte, dass er noch mehrere
Interessenten hätte und er uns nur
verbindlich zusagen könnte, wenn wir
sofort einen Kaufvertrag unterschreiben
würden. Seine Erklärung war, dass er
jedem, der seinen Preis zahlt verkaufen
würde und er könne uns keine Zusage
machen, wenn er nichts Schriftliches in
der Hand hätte. Wir
haben dann auch in wenigen Sätzen einen
Kaufvertrag formuliert, der dann vom
Verkäufer und von uns unterschrieben
wurde. Einige
Tage nach Unterzeichnung des Kaufvertrag
haben wir dann beim Verkäufer angerufen
und nachgefragt, wann wir das Anwesen
übernehmen könnten. Der Verkäufer
meinte, dass wir sofort alles übernehmen
könnten, wenn auf den Kaufpreis
zumindest eine Anzahlung von 10%
geleistet wäre. Dann
würden wir sofort zum Notar gehen, um
den Vertrag dort bestätigen zu lassen. Ich
habe die Zahlung von 10% der Kaufsumme
auf das Konto des Verkäufers veranlasst
und dann mit einem Notar in unserem Ort
einen Termin fest ausgemacht. Diesen
Termin habe ich dem Verkäufer
mitgeteilt. Er war einverstanden. Ich
habe ihm auch mitgeteilt, dass 10% des
vereinbarten Kaufpreises auf sein Konto
angewiesen wären. Der
Notartermin kam näher, wir fuhren hin,
wer nicht da war, war der Verkäufer. Abend
rief ich dann bei dem Verkäufer an,
seine Frau war am Telefon und sagte uns,
dass ihr Mann am Morgen einen Unfall mit
dem Motorrad gehabt hätte und im
Krankhaus läge. Wie lange er dort
bleiben müsse könne sie nicht sagen,
sagte sie. Wir
hörten dann drei Wochen nichts mehr von
dem Verkäufer. Dann rief er an, wir
freuten uns, doch wir freuten uns zu
früh. Der Verkäufer sagte, dass er
nicht mehr verkaufen wolle und uns die
Anzahlung zurück überweisen wolle. Damit
waren wir nicht einverstanden. Dass
machten wir kund und wir machten auch
kund, dass wir auf Vertragserfüllung
bestehen. Der Verkäufer beendete das
Gespräch sehr abrupt. Eine Woche später
ging die von uns an den Verkäufer
geleistete Anzahlung wieder auf unserem
Konto ein. Nun
meine Frage: Wie müssen wir weiter
verfahren, damit der Verkäufer sich an
die Abmachungen halten muss? |