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Für fast alle Verträge rund um die Immobilie bedarf es einer notariellen Beurkundung der Verträge -

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  Immobilienkauf, Hauskauf per normalem Vertrag - Vorvertrag -
  Datum: Mai 2006 - Ort: Saarbrücken
Frage:
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Wir suchten schon längere Zeit ein Haus mit einem grossen Grundstück. Der Grund: ich habe ein Pferd, mein Mann interessiert sich mittlerweile auch für Pferde, sodass wir beschlossen ein zweites Pferd dazuzukaufen.

Mein Pferd stand bei einem Reitverein. Die Unterstellung kostet mich jeden Monat 250 Euro. Mit einem zweiten Pferd wären das dann 500 Euro im Monat. Viel Geld.

Wir haben am Wochenende die Zeitungen durchforstet und einen 300 Jahre alten fast fertig renovierten Bauernhof gefunden. Den haben wir uns angesehen. Der Wohnbereich war völlig renoviert.

Wir haben dem Verkäufer deshalb sofort zugesagt.

Diese meinte, dass er noch mehrere Interessenten hätte und er uns nur verbindlich zusagen könnte, wenn wir sofort einen Kaufvertrag unterschreiben würden. Seine Erklärung war, dass er jedem, der seinen Preis zahlt verkaufen würde und er könne uns keine Zusage machen, wenn er nichts Schriftliches in der Hand hätte.

Wir haben dann auch in wenigen Sätzen einen Kaufvertrag formuliert, der dann vom Verkäufer und von uns unterschrieben wurde.

Einige Tage nach Unterzeichnung des Kaufvertrag haben wir dann beim Verkäufer angerufen und nachgefragt, wann wir das Anwesen übernehmen könnten. Der Verkäufer meinte, dass wir sofort alles übernehmen könnten, wenn auf den Kaufpreis zumindest eine Anzahlung von 10% geleistet wäre. 

Dann würden wir sofort zum Notar gehen, um den Vertrag dort bestätigen zu lassen.

Ich habe die Zahlung von 10% der Kaufsumme auf das Konto des Verkäufers veranlasst und dann mit einem Notar in unserem Ort einen Termin fest ausgemacht.

Diesen Termin habe ich dem Verkäufer mitgeteilt. Er war einverstanden. Ich habe ihm auch mitgeteilt, dass 10% des vereinbarten Kaufpreises auf sein Konto angewiesen wären.

Der Notartermin kam näher, wir fuhren hin, wer nicht da war, war der Verkäufer.

Abend rief ich dann bei dem Verkäufer an, seine Frau war am Telefon und sagte uns, dass ihr Mann am Morgen einen Unfall mit dem Motorrad gehabt hätte und im Krankhaus läge. Wie lange er dort bleiben müsse könne sie nicht sagen, sagte sie.

Wir hörten dann drei Wochen nichts mehr von dem Verkäufer. Dann rief er an, wir freuten uns, doch wir freuten uns zu früh. Der Verkäufer sagte, dass er nicht mehr verkaufen wolle und uns die Anzahlung zurück überweisen wolle.

Damit waren wir nicht einverstanden. Dass machten wir kund und wir machten auch kund, dass wir auf Vertragserfüllung bestehen. Der Verkäufer beendete das Gespräch sehr abrupt. Eine Woche später ging die von uns an den Verkäufer geleistete Anzahlung wieder auf unserem Konto ein.

Nun meine Frage: Wie müssen wir weiter verfahren, damit der Verkäufer sich an die Abmachungen halten muss?

............... jusdi102
Antwort:
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Es tut mir leid es Ihnen so grass sagen zu müssen, Sie haben keinerlei Rechtsgrundlage auf derer Sie gegen den Verkäufer rechtlich vorgehen können. Der Vertrag ist das Papier nicht wert, auf dem er geschrieben wurde.

In anderen Ländern wie z. B. Frankreich kann man ein Haus sogar per Handschlag kaufen. Dort wird eine Immobilie angesehen wie eine normale Ware, wie Eier, Butter, Käse.

In Deutschland ist das nicht so. In Deutschland müssen fast alle Verträge rund um die Immobilie (Wohnrecht, Vorkaufsrecht etc) von einen Notar beurkundet und beglaubigt werden. sonst ist die Abmachung nichtig.

Es ist leider so.

Sie könne in Deutschland mit einer Tasche voll Bargeld in ein Autohaus gehen und ein Auto kaufen, dass zwei oder dreimal soviel kostet wie ein Einfamilienhaus. Sie legen das Geld auf den Tisch und fahren mit der Luxuskarosse vom Hof.

Beim Kauf einer Immobilie geht das leider nicht.

Wenn Sie aber auch nur einen einzigen Quadratmeter Weideland für 10 Euro kaufen wollen, müssen Sie mit diesem Vertrag zum Notar, damit er rechtswirksam werden kann.

Es ist etwas unbefriedigend, wenn in einem solchen Fall die "Brühe teurer wird als die Brocken", aber vielleicht wird sich im Zuge des zusammenwachsenden Europa auch daran bald etwas ändern.

Z. Zt. ist es jedoch noch immer geltendes deutsches Recht.

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Thema: Vertragsrecht - Hauskauf - Immobilienkauf - Vertragsabschluss zwingend beim Notar --  @

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