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  Gebrauchtwagenverkauft: Falsches Auto probegefahren. Täuschung und Betrug -
  Datum: Juni 2006 - Ort: Saarbrücken
Frage:
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Nachdem ich einen Autounfall hatte und meinen Wagen zu Schrott gefahren hatte, suchte ich in den Kleinanzeigen der hiesigen Zeitungen einen Gebrauchtwagen.

Ich fand einen VW Passat, Bj. 1998 mit wenig Kilometern zu einen guten Preis in der Zeitung.

Ich habe also dort angerufen und mir die Adresse nennen lassen.

Es war eine Tankstelle mit einer angeschlossenen Werkstatt.

Auf dem Hof stand ein roter Passat ohne Nummernschilder, der wirklich top dastand.

Es war auch der Wagen, der zu verkaufen war. Ich habe das Auto probegefahren. Es war alles in Ordnung. Ich habe mir das Auto genau angesehen, es war in tadellosem Zustand. Ich wollte das Auto sofort kaufen, zumal der Preis wirklich mehr als gut war.

Man sagte mir, dass ich das Auto sofort haben könne, es gäbe nur etwas zu beachten: Der Brief liege noch bei der Bank und würde erst freigegeben, wenn die Restsumme auf die Finanzierung für das Auto ausgeglichen würde.

Man machte mir folgenden Vorschlag: Ich soll die Kaufsumme sofort bezahlen, am Montag würde man den Brief von der Bank holen und mir das Auto gleich zulassen.

Ich unterschrieb also den Kaufvertrag, bezahlte das Auto bar, ging und harrte der Dinge.

Als ich Montag nachhause kam, stand der Wagen schon mit neuen Nummernschildern vor meiner Tür. Die Verkäufer hatten die Papiere und die Schlüssel meiner Frau übergeben.

Zunächst bemerkte ich nichts. Als ich aber dann etwas später mit dem Auto eine Runde drehen wollte, kam mir alles etwas seltsam vor. Es dauerte etwas bis ich begriff, dass dies nicht das Auto war, dass ich probegefahren hatte.

Es hatte zwar diesselbe Farbe, auch die Alufelgen waren diesselben, aber innen war der Wagen irgendwie schäbiger. Die Sitze waren viel mehr durchgesessen. Alles war irgendwie grauer, sah mehr benutzt aus.

Die Angaben in den Papieren stimmten mit den Angaben in der Anzeige überein.

Es dauerte etwas, aber irgendwann hatte ich begriffen, was man mit mir gemacht hatte. Man hatte mich eine wahrscheinlich wesentlich jüngeres Auto probefahren lassen, um mich so zum Kauf zu "überreden".

Irgendwie bin ich nicht übervorteilt worden. Der Preis, den ich für das Auto gezahlt habe ist schon irgenwie in Ordnung. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich diesen Wagen auch sofort gekauft hätte, wenn ich ihn probegefahren hätte.

Das Auto ist - soweit ich es mit meinem Laienwissen übersehen kann - technisch in Ordnung und entspricht vom Äusseren seinem Alter. Das andere Auto sah jedoch äusserlich wesentlich "neuer" aus.

Mit dem Schnäppchen war es wohl nichts. Zurückgeben will ich den Wagen eigentlich nicht, aber ich hätte doch gern ein wenig Geld zurück.

Was raten Sie mir?

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Antwort:
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Dieser Trick ist bei "Insidern" lange bekannt.

Man bietet z. B. einen roten Golf mit einem Bj. X zum Kauf an und lässt den Kunden mit einem jüngeren - jedoch nahezu identischen roten Golf probefahren, von dem man behauptet, es handele sich um den Wagen der verkauft werden soll.

Der Kunde freut sich, weil er einen Wagen probefährt, der top - weil neu - aussieht und zu einem guten Preis verkauft werden soll.

Meist bieten die Betrüger dem Käufer dann noch an, das Auto für Ihn zuzulassen. Kostenlos natürlich. Kundenservice!

Wird dann das nun zugelassene Fahrzeug beim Käufer abgeliefert, merkt der meist erst später, dass das Auto, das nun vor seiner Tür steht, nicht das Auto ist, dass er probegefahren hat.

Was man mit Ihnen gemacht hat ist vom strafrechtlichen Aspekt her in der Betrugsecke anzusiedeln.

Sie schreiben aber, dass der Preis für das Baujahr in Ordnung geht. Ein Schaden ist Ihnen somit nicht entstanden.

Um einen Betrugstatbestand zu bejahen sind folgende Aspekte zu beachten:

Die Täuschung!

Die ist gegeben, man hat Ihnen ein neueres Fahrzeug vorgeführt.

Die Absicht der Bereicherung!

Viele Fragezeichen. Man hat Ihnen das Auto nicht überteuert verkauft.

Der Schaden!

Wie schon einmal oben angeführt: Ein Schaden ist Ihnen tatsächlich nicht entstanden, Sie könnten das Auto wahrscheinlich sofort zum gleichen Preis wieder verkaufen. Wenn Sie das denn wollten, was Sie nicht wollen.

Natürlich könnten Sie jetzt die Staatsanwaltschaft einschalten, indem Sie Strafanzeige erstatten. Ich fürchte jedoch, dass dabei nichts herauskommen würde.

Sie können den Verkäufer auch nochmal kontaktieren und versuchen noch etwas herauszuschlagen. Ich fürchte jedoch, dass auch da nichts mehr passieren wird.

Sie müssten Ihre Behauptungen auch beweisen können und die Polizei müsste in der Werkstatt dort, schon mehrer gleichrote WV Passat, mit den gleichen Alufelgen vorfinden, damit zumindest ein Anscheinsbeweis da ist, der Ihre Behauptung untermauert.

Mein persönlicher Rat: Vergessen Sie die Sache und sehen Sie es mit Humor. Man hat Sie mit einem Taschenspielertrick etwas mehr "motiviert", als Ihnen jetzt recht ist.

 

................... jusdi102
   
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Thema: Gebrauchtwagen - Gebrauchtwagenkauf - Täuschung - Betrug - Strafanzeige - Rücktritt v. Kaufvertrag -  @

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