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Suchmaschinenspamming - Auch Rechtsanwälte sind Betroffene und Täter!

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Sie wurden wettbewerbsrechtlich abgemahnt? Einer Ihrer Mitbewerber verhält sich wettbewerbswidrig und Sie wollen etwas dagegen tun?

Kein Problem!

Das Internet ist voll mit Rechtsanwälten, die sich erbieten Ihr wettbewerbsrechtliches Verfahren zu führen. Die Sucheingabe „Rechtsanwälte Wettbewerbsrecht“ bei Google ergibt satte 1,6 Millionen Ergebnisse. Beim Durchklicken dieser Ergebnisse werden Sie schnell feststellen, dass es viele, viele Rechtsanwälte gibt, die sich Ihnen als Experten im Wettbewerbsrecht andienen.

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Worum geht es?

Es geht um das sog. Suchmaschinenspamming, das systematische Überfluten der Suchmaschinen mit einer Vielzahl von Webseiten, die lediglich den Zweck haben, unter jeder nur möglichen Sucheingabe gefunden zu werden. Diese Webseiten werden jeweils für die jeweiligen Suchbegriffe „optimiert“, d. h., für jeden Suchbegriff, den ein Suchender eingeben könnte, wird jeweils explizit eine auf diesen Suchbegriff „optimierte“ Webseite bei den Suchmaschinen eingestellt. Statt eingestellt könnte man auch den Begriff „untergejubelt“ benutzen, die Betreiber der Suchmaschinen sind von einer solchen Vorgehensweise natürgemäss wenig begeistert und versuchen durch gezielte Aktionen die Seiten wieder zu eliminieren, was jedoch leider nicht immer gelingt.

Dieses systematische Überfluten der Suchmaschinen dient dem Zweck, die eigenen Seiten in den Suchergebnissen nach vorne zu bringen und die Konkurrenz nach hinten durchzuschieben. Dieser Behinderungswettbewerb oder Verdrängungswettbewerb ist ganz eindeutig wettbewerbswidrig und rechtfertigt Unterlassungsansprüche Betroffener.

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Wildwest im Internet.

Spamcowboys nennt sich eine Webseite, die sich mit dem Thema Suchmaschinenspamming humoristisch, aber kompetent und kritisch auseinandersetzt.

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Zu den Nachteilen des Internet gehört, dass sich hier seit Jahren eine Spezi Mensch breit macht, die sich einen Scheiss (wir bitten die Ausdrucksweise zu entschuldigen, aber anders lässt sich diese Einstellung nicht bezeichnen!) um Gesetzgebung und Rechtssprechung und somit um so etwas wie Fairness im Wettbewerb schert.

Suchmaschinenbetreiber kämpfen einen Kampf, den sie immer wieder verlieren werden.

Zur Zeit ist bei allen Suchmaschinen eine besorgniserregende Entwicklung zu beobachten.

Die Schwächen der Suchmaschinen konsequent ausnutzend versuchen Anbieter mit Spamseiten ganze Segmente zu übernehmen. Das geschieht, indem eine Vielzahl von Webseiten (in manchen Segmenten hunderttausende!) mit Nonsenskontent bei den Suchmaschinen eingestellt werden, die nach und nach bei allen nur denkbaren Einzelsuchbegriffen und kombinierten Suchbegriffen die ersten Positionen einnehmen. Wie man aus Untersuchungen weiss, stellen Suchmaschinennutzer die Suche ein, sobald sie glauben fündig geworden zu sein. Ist dies schon beim ersten Suchergebnis der Fall, hat der zweitplatzierte bereits Pech gehabt.

Die Suchmaschinen scheinen machtlos zu sein.

Sollten Sie also in Ihrem Marktsegment betroffen sein und hilflos zusehen müssen, wie Ihre Umsätze von Tag zu Tag weniger werden, werden Sie sicherlich im Internet ganz schnell einen „Experten im Wettbewerbsrecht“ finden, der Sie mit Freuden vertritt.

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Da es ja im Internet von Rechtsanwälten, die von sich behaupten Ihr Experte in wettbewerbsrechtlichen Angelegenheiten sein zu können, nur so wimmelt, sollte man annehmen, dass die bedrohlichen Entwicklungen in vielen Branchen so in der Branche der Rechtsanwälte nicht zu finden ist.

Auch Rechtsanwälte stehen mit anderen Anbietern im Wettbewerb und logischerweise kommt es auch hier zu wettbewerbswidrigem Verhaltensweisen.

Hier ergibt eine Nachschau im Segment Recht bei den Suchmaschinen Erstaunliches.

Eine Handvoll Anbieter, von denen einige nicht einmal Rechtsanwälte oder Juristen sind, nimmt den im Internet vertretenen Anwälten - mit recht zweifelhaftem Geschäftsgebahren - grossflächig die Butter vom Brot, ohne dass dies irgendwelche wettbewerbsrechtlichen Folgen hätte.

Wenn eigenes Geld riskiert werden muss, scheinen viele Experten im Wettbewerbsrecht, die für Sie gerne jeden noch so riskanten Prozess führen, doch recht zurückhaltend.

Einige Beispiele, die sehr wohl in die Kategorie Suchmaschinenspam eingeordnet werden könnten.

So hat ein sich seit Jahren stinkseriös gebender Anbieter des Bereichs „Anwaltsuchdienst“, der selbst oft und gerne abmahnt und sich allzu oft als Bewahrer der guten Sitten gibt, bei der Suchmaschine Google mittlerweile mehr als 500 000 Webseiten unter verschiedenen Domains untergebracht. Damit hat er bei Google ca. vier mal so viele Webseiten eingestellt, als es in Deutschland zugelassene Rechtsanwälte gibt, obwohl nur ein Bruchteil der in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte in diesem Suchservice gelistet sind.

Jede Seite besteht nur aus einer Eingabe und Suchmaske, unter dieser Suchmaske sind jeweils z. T. ellenlange Linklisten eingestellt, die wiederum mit anderen Unterseiten der Domain verlinkt sind. Der Zweck ist klar; alle denkbaren Begriffskombinationen sollen abgedeckt werden.

Nach den Urteilen des Bundesgerichtshofs im September 2002, mit denen der Betrieb einer Anwaltshotline, der Rechtsberatung via 0190er Mehrwertnummern für zulässig erklärte wurde, kamen Anbieter (Nichtjuristen) in den rechtsberatenden Markt, die von Beginn an mit Suchmaschinenspam (Doorwaypages, Cloaking etc) arbeiteten und Webseiten einstellten, deren Anzahl teilweise im hohen sechsstelligen Bereich lag.

Das ist bis heute in modifizierter Form so geblieben. Die Suchmaschinen werden weiterhin mit 10 000en, 100 000en auf Suchworte „optimierte“ Einzelseiten überschwemmt. Auf jeden dort zeitweilig mitarbeitenden und beratenden Rechtsanwalt kommen bis zu 5000 Webseiten.

Dieser Verdrängungswettbewerb ist ganz klar wettbewerbswidrig und es darf auch vorausgesetzt werden, dass dies von grossen Teilen der Anwaltschaft erkannt wird, trotzdem schauen die Anwälte seit Jahren tatenlos zu.

Die Eingabe „Rechtsanwalt Augsburg“ oder „Rechtsanwälte Augsburg“ (willkürlich herausgesucht!) sollte nach dem gesunden Menschenverstand normalerweise Webseiten von Rechtsanwälten aus Augsburg finden. Tatsächlich findet die Sucheingabe „Rechtsanwalt Augsburg“ bei Google am 20.09.2005 die erste Homepage eines Augsburger Anwalts erst an der fünften Position, die Eingabe „Rechtsanwälte Augsburg“ findet die erste Homepage eines Augsburger Rechtsanwalts erst an Position vier.

Die Sucheingabe „Rechtsberatung Augsburg“ findet unter den ersten zehn Ergebnissen keine Homepage eines Augsburger Anwalts. An erster Position findet sich die Homepage einer Detektei.

Ein in etwa gleiches Ergebnis findet sich bei den Sucheingaben „Rechtsanwalt Kaiserslautern“, „Rechtsanwälte Kaiserlautern“, Rechtsberatung Kaiserslautern“.

Unter „Rechtsanwalt“ findet sich keine Homepage eines Anwalts aus Kaiserslautern unter den ersten 10 Ergebnissen. Gleiches gilt für „Rechtsberatung“. Erst unter der Eingabe „Rechtsanwälte Kaiserslautern“ findet sich eine Homepage einer dort ansässigen Anwalts an Position drei.

Diese Vergleiche lassen sich mit anderen Begriffen und Begriffskombinationen nahezu unendlich wiederholen, ohne dass sich gravierende Unterschiede zeigen.

Es zeigt sich auch, dass es bei vielen Ergebnissen immer dieselben Anbieter sind, welche die vorderen Positionen besetzen.

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Juristen, die allgemein gerne bereit sind, zu allem und jedem eine Meinung und Regelung parat zu haben, halten sich erstaunlich bedeckt, wenn es um die Bereiche geht in denen Sie selbst betroffen sind. 

Tatenlos wird zugeschaut, wie „Cowboys des Internet“ dem eigenen Berufsstand jährlich Millionenschäden zufügen, wobei sich unter diesen „Cowboys“ auch einige Rechtsanwälte (und Organe der Rechtspflege!) finden, die sich ihres wettbewerbswidrigen Tuns durchaus bewusst sein dürften.

Juristen, die noch in den Jahren von 1998 bis 2002 mit Serien von Abmahnungen selbst auf Angehörige des eigenen Berufsstandes, die es wagten eine Anwaltshotline zu betreiben, losgingen, zeigen sich heute erstaunlich zurückhaltend und schauen seit Jahren tatenlos zu wie Dritte sich in Ihrem Segment „Recht“ mit unlauterem und vorsätzlich wettbewerbswidrigen Verhalten die Taschen füllen.

Anzumerken ist, dass es in der Vergangenheit beim Thema Abmahnungen für Betreiber von Anwaltshotlines erst einige wenige waren, die wettbewerbsrechtlich gegen die Anwaltshotlines vorgingen. Der Abmahnrun ging erst richtig los, nachdem klar war, dass eine erstmalige Entscheidung, dass der Betrieb einer Anwaltshotline gegen Berufsrecht der Rechtsanwälte verstösst, dann von sämtlichen Gerichten übernommen wurde.

Abmahnen, wenn man weiss wie die Gerichte urteilen, mag lukrativ sein, besonders mutig ist es nicht.

Die Frage muss an dieser Stelle gestellt werden: Worauf wartet die Anwaltschaft, wenn es um die Pestbeule „Suchmaschinenspamming“ geht?

Wartet man möglicherweise darauf, dass andere vorpreschen?

Dass andere das finanzielle Risiko erstmaliger Entscheidungssuche tragen?

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Zwangsläufig wird ein bis hierher Durchlesender nun die berechtigte Frage stellen, was denn die Betreiber dieser Hotline und deren angeschlossenen Rechtsanwälte tun und bisher getan haben, wettbewerbswidriges Verhalten in ihrem Segment zu bekämpfen.

Die Antwort ist ganz einfach: Es wurde viel getan. Es mussten ein Reihe unbequemer und riskanter Prozesse geführt werden. Sehr viele wurden gewonnen, es wurden aber auch Prozesse verloren.

Von jedem gewonnenen Prozess profitierten stets alle Mitbewerber des Marktsegments, weil ein sich wettbewerbswidrig Verhaltender sein Auftreten im Markt ändern musste.

Ging ein Prozess verloren, blieben die Kosten an den Betreibern hier hängen.

Wenn sich sonst niemand traut, weil er das Kostenrisiko scheut, ist dies auf Dauer ein mehr als unbefriedigender Zustand. Hinzu kommt auch, dass Mitprofiteure gewonnener Prozesse, keinerlei Probleme haben den Betreibern hier wiederum Schwierigkeiten zu bereiten, wenn Ihnen dies opportun erscheint.

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Ob ein Rechtsanwalt, der sich in eigener Sache nicht trauen würde, für sie möglicherweise der Richtige ist, muss Ihrer Entscheidung überlassen bleiben.

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Sollte sich ein Rechtsanwalt auf diese Seiten verirren, der bereit ist z. B. in der juristischen Aufarbeitung des alle betreffenden Suchmaschinenspammings aktiv tätig zu werden, sind wir gerne bereit diesen mit dem nötigen Hintergrundwissen zu versorgen.

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RODI

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Frau Rechtsanwältin Claudia Lehrer-Wolf berät Sie im wettbewerbrechtlichen Fragen bei Anfragen, die unsere Hotline erreichen.
Zur Homepage von Frau Münzebrock kommen Sie > HIER <
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Thema: Rechtsanwälte - Wettbewerbsrecht - Suchmaschinenspammig etc @
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