Rechtsberatung Krankenschein -

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Fallstellung: Krankenschein und Krankmeldung -

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  Fragestellung: Arbeitsunfähigkeit - Krankenschein | Ort: Freiburg - April 2005
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Frage:
   
Ich arbeite seit knapp -- Jahren im Außendienst. Schon seit etwa ---- Jahren plage ich mich mit einer Erkrankung  Die Firma hat sich stets kulant gezeigt.

Leider ist keine Besserung eingetreten. Aufgrund der Verschlechterung meines gesundheitlichen Zustandes habe ich einen wesentlichen Fehler gemacht.

Daraufhin wurde ich von der Firma an einem Tag im Juni kontrolliert. An diesem Tag war ich nicht zu Kunden gefahren und hatte die Berichte "geschönigt. 

Ich habe nicht, wie von der Firma gefordert, eine Krankmeldung geschickt.

Ich habe mein Fehlverhalten zugestanden und um Verständnis gebeten.

Nun lädt man mich zu einem Gespräch ein. Man will mir eine Kündigung im beiderseitigen Einvernehmen vorschlagen und mir gleichzeitig eine Wiedereinstellung nach Gesundung garantieren. 

Soll ich diesen Vorschlag annehmen?

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Antwort:
Ihre Anfrage beantworte ich - aufgrund Ihrer Angaben wie folgt:

Gemäß Ihrer Schilderung haben Sie vertraglich geschuldete Arbeitsleistung nicht erbracht, ohne hinreichend entschuldigt gewesen zu sein (etwa durch Krankschreibung). Damit haben Sie Ihre Hauptpflicht aus dem Arbeitsvertrag verletzt.

In einem solchen Fall bestehen für den Arbeitgeber folgende Möglichkeiten:

Bei vorsätzlicher Nichterfüllung der Arbeitspflicht durch den Arbeitnehmer kann er fristlos kündigen.

Hat der Arbeitnehmer dagegen seine Arbeitspflicht fahrlässig nicht erfüllt, so kann der Arbeitgeber erst kündigen, wenn er ihn zuvor entsprechend abgemahnt hat.

In Ihrem Fall liegt es nahe, eine vorsätzliche Verletzung der Arbeitspflicht anzunehmen, da Sie ohne Einreichung einer Krankmeldung bewusst zuhause geblieben sind und zudem durch das "Schönen" von Kundenberichten beim Arbeitgeber den Eindruck erwecken wollten, gearbeitet zu haben.

Eine fahrlässige Verletzung der Arbeitspflicht kann in Ihrem Fall allenfalls dann bejaht werden, wenn Sie - z.B. anhand entsprechender ärztlicher Bescheinigungen - belegen können, dass es Ihnen aufgrund Ihrer Erkrankung nicht möglich war, sich um eine entsprechende Krankmeldung zu bemühen.

Weiterlesen: Arbeitsrecht - Krankheit

 

 

............................................. Jusdi103
24.11.2005 - Anmerkung -
Der oben geschilderte Sachverhalt stammt aus dem Jahr 2004. Mittlerweile haben wir eine neue Bundesregierung, die bereits ankündigte Änderungen im Arbeitsrecht vornehmen zu wollen. Wir bitten dies zu beachten!
 

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Thema: Arbeitsrecht - Krankenschein - Krankmeldung - Arbeitslosengeld - Sperrzeit - einvernehmliche Kündigung -   @

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